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Berlin, 8. Januar 2010. "Berufen zur Caritas" ist ein wichtiger Impuls für jeden Christen", so Caritaspräsident Peter Neher zum gestern veröffentlichten
Wort der Deutschen Bischöfe. Das Wort entfalte eindrucksvoll die Aussagen der Enzyklika "Deus Caritas est" von Papst Benedikt
XVI. für die Christen in Deutschland.
Jeder Getaufte ist danach zum Dienst am Menschen in Not berufen. Gleichzeitig ist dieser Dienst Ausdruck des Glaubens und
ein Ort, Gott zu begegnen. Das Wort der Bischöfe biete für jeden Christen, jede Gemeinde, caritativ engagierte Gruppe sowie
für die verbandliche Caritas eine große Quelle der Motivation, sich neu mit der Botschaft der Nächstenliebe auseinanderzusetzen,
so Neher. "Sie regt an zu prüfen, wie die Sorge um den Menschen in Not vor Ort immer wieder verwirklicht werden kann und was
sie konkret für den Einzelnen bedeutet."
Gerade in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise und der Sorge vieler Menschen um soziale Gerechtigkeit erinnere dieses Wort
daran, worum es in der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Generationen und Einkommensschichten
gehe: offen zu sein für die Not und das Leben des Anderen. Das Wort der Bischöfe sei damit auch eine Mahnung für soziale Gerechtigkeit
und Solidarität mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und nicht den Produktivitätszielen einer globalen Gesellschaft
entsprechen.
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