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Stand: 12.11.2015

Suchtberatungsstelle

Großer Dank zum 40-jährigen Bestehen der Caritas-Suchthilfe

Suchtberatung 1

Von Landrat Kai Zwicker und Bürgermeisterin Karola Voß über Ute Cappenberg vom Referat Soziale Dienste des Diözesan-Caritasverbandes Münster, dem Caritas-Vorstand und Vertretern des Caritasrates, zahlreiche Kooperationspartner bis hin zu Kolleginnen und Kollegen und Vertretern des Kreuzbundes. Caritas-Vorstand Peter Schwack zeigte auf, dass die Suchthilfe auch vor über 40 Jahren bereits einen hohen Stellenwert eingenommen hat, auch wenn die offizielle Gründung der Suchtberatungsstelle erst 1980 erfolgte. Nach seinem Rückblick auf die Entwicklung der Suchtberatung dankte er sowohl dem aktuellem Team für seine qualifizierte Arbeit, aber auch den bereits ausgeschiedenen langjährigen Mitarbeitern.

Suchtberatung 2

In, teils sehr persönlich gehaltenen Grußworten, betonten sowohl Kai Zwicker als auch Karola Voß, dass die Bedeutung der Caritas-Suchthilfe für die Gesellschaft nicht hoch genug wertgeschätzt werden könne: Suchterkrankungen gingen häufig mit Ausgrenzung einher und bedeuten nicht nur für die Suchterkrankten selbst, sondern für ihre Familien, für Partner und Kinder eine große Belastung.

Gerlinde Schnatmann-David, selbst seit 40 Jahren beim Caritasverband beschäftigt, moderierte die Feier in gewohnt lockerer Form und begrüßte zu einem ersten Vortrag Reinhild Wantia vom Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken. In ihren Ausführungen unter dem Motto "In-Bewegung-kommen - regionale Suchthilfe im strukturellen Kontext" zeigte sie eindrucksvoll auf, dass Suchtberatung nur ein kleiner Teil der Suchthilfe sei: Das Angebot bestehe aus einer Vielfalt von Aufgaben und Herausforderungen, von der Prävention bis zur Nachsorge, von Aufsuchender Arbeit über Entgiftung bis hin zu konkreten Wohnhilfen. Dies könne nur mit einer guten Vernetzung und Kooperation zahlreicher Träger aus unterschiedlichen Bereichen gut gelingen.

Suchtberatung 3

Anschließend referierte Prof. Dr. Rita Hansjürgens von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin zum Thema "In-Kontakt-kommen - zum Begriff und zur Bedeutung der Entwicklung einer Arbeitsbeziehung in der Beratung und Behandlung suchtkranker Menschen. Sie schlug zu Beginn einen Bogen in die Antike, wo sich schon seit Aristoteles die Frage beim Konsum von Suchtmitteln stellte, was das rechte Maß, wann zu viel zu viel sei. Dann wurde sie aber sehr konkret und nahm die Notwendigkeit einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung zwischen den Beratern und Klienten in den Blick. Neben den gut ausgebildeten Fachkräften seien hierfür auch strukturelle Voraussetzungen wie eine gut abgesicherte Finanzierung, die Schaffung von Handlungsspielräumen, Kreativität zwingend. Im anschließenden Austausch machte sie deutlich, dass eine Untersuchung ergeben habe, dass jeder in die Suchthilfe investierte Euro 28 € Folgekosten einspare.