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Stand: 12.11.2015

Jahreskampagne 2018

"Jeder Mensch braucht ein Zuhause" - Stadtteilfest in Gronau

Motto 2018

So wurde unter freiem Himmel ein Badezimmer aufgebaut, das die Neugierde der Besucherinnen und Besucher des Festes weckte. In vielen Gesprächen wurde die Wohnsituation in Gronau und der Region thematisiert und es gab wichtige Erkenntnisse über die Möglichkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu bekommen - ob als junger Mensch, der aus dem Elternhaus ausziehen möchte und eine eigene Wohnung sucht, ob als Familie, die mit Kindern größeren und bezahlbaren Wohnraum benötigt, oder als Rentner, der nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des Partners eine kleinere Wohnung benötigt. "Seit vier Jahren suchen wir nach einer Erdgeschosswohnung, konnten aber bisher nichts finden", beschrieb ein älterer Herr die Bemühungen, aber da waren auch die Kinder, die auf ihrer Flucht aus Syrien nach Gronau gekommen waren, die sehr zufrieden mit den vielen Spiel- und Bolzplätzen in ihrem Wohnumfeld waren. 

Motto 2018

Franzis Bußhaus von youngcaritas und Christoph Muckelmann vom Caritas-Projekt "Welcome: Fremde werden Freunde" zeigten sich am Ende sehr zufrieden über die Offenheit der Teilnehmer, sahen aber auch dringenden Handlungsbedarf in der Wohnungssituation, damit alle Menschen einen angemessenen Wohnraum bekommen können. Annegret Lemken von der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und Dieter Homann von der Caritas-Flüchtlingsberatung haben in zahlreichen Gesprächen Handlungsbedarfe erkannt, wozu zukünftig  in ihrer Beratungsarbeit auch Lösungen gesucht werden sollen. Auch wurde sehr deutlich, dass bei der Gestaltung der Wohnsituation sowohl für die Politik in Bund, Ländern und Kommunen als auch für die Wohnungsbaugesellschaften dringender Handlungsbedarf bestehe, damit Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt ein verträgliches Verhältnis erhalten.

Motto 2018

Die Interviews zur Wohnsituation, an der sich in und an der Badewanne auch Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Pfarrer Willy Bartkowski, Jugendhausleiter Torsten Radau, Diakonin Ella Buresch vom Wittekindshof,  viele Menschen aus aller Welt, jung und nicht mehr ganz so jung, Menschen mit und ohne Behinderungen, interreligiös und multikulturell, beteiligten, werden nun zu einem Film verarbeitet, der demnächst sicher auch in einem Kino in der Region und auf unserer Homepage zu sehen sein wird.

Doch es gab nicht nur Interviews, es gab auch ein kreatives Angebot für junge und nicht mehr ganz junge Menschen: Nach dem Prinzip von "upcycling" entstanden aus leeren Milchtüten neue Häuser - und auch wenn es nur Vogelfutterhäuser waren, hatten viele Menschen auch an dieser Aktion viel Spaß und demnächst sicher auch viele Vögel, deren Leben und Überleben sicherer werden kann.