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Stand: 12.11.2015

Integration und Migration

Neue Freundschaften begeistern beim Ausflug zum Ketteler Hof

Ketteler Hof 2017

Die Caritas hatte eingeladen und vier Busse waren ausgebucht, kaum dass die Werbung für die Veranstaltung beginnen konnte. Viele verschiedene Kulturen, Nationen, Sprachen, Religionen haben den Ausflug im Erlebnispark gemeinsam  genießen können, haben miteinander gespielt, getobt und es wurden Freundschaften geschlossen, die über den Ausflug hinaus  wirken werden. Die neuen Caritas-Mitarbeiter Sophia Thünte und Boris Wintjens zeigten sich besonders erfreut darüber, dass am Ende des Tages Adressen ausgetauscht wurden und die Begeisterung somit auch im Alltag ihre Fortsetzung finden wird.

Unsere neuen Mitbürger, die auf der Flucht vor Krieg und Terror in unsere Region gekommen sind, nicht als Belastung, sondern die kulturelle Vielfalt als eine Bereicherung zu erleben, stand im Mittelpunkt dieses Ausflugs. Die Kinder und Jugendlichen, die hier aufgewachsen sind, haben die Attraktionen im Ketteler Hof natürlich auch  für den eigenen Spaß genutzt, gleichzeitig aber in vorbildlicher Weise die Kinder aus den Kriegs- und Krisengebieten in ihre Aktivitäten eingebunden. In sehr eindrucksvoller Weise haben sie den neuen Nachbarn gezeigt, dass sie hier nicht geduldet, sondern willkommen seien. Es sei daher zu begrüßen, wenn die  Unbefangenheit der Kinder und Jugendlichen auch ein Zeichen für den Alltag der Erwachsenen sein werde, resümieren Erika Reis und Patrick Walfort, zuständig für die sozialpädagogische Betreuung der Menschen mit Fluchthintergrund.
    

Menschen, die weitere Aktionen des Caritas-Fachdienstes für Integration und Migration finanziell unterstützen möchten, können ihre Spende an den Caritasverband, Volksbank Gronau-Ahaus eG, IBAN: DE90 4016 4024 0000 4589 00, überweisen - Stichwort: Aktion Flüchtlingshilfe, Kostenstelle: 22402.

Für einen Tag konnten die Flüchtlinge ihre traumatischen Erlebnisse  aus ihrer Heimat vergessen, für einen Tag standen Gewalt, Verfolgung, Angst nicht im Vordergrund. Ob jung oder alt, ob aus Europa oder anderen Kontinenten: alle Teilnehmer waren am Ende des Ausflugs sehr dankbar für diesen Ausflug, für eine gemeinsame Zeit, so Franzis Bußhaus, Mitarbeiterin des Caritasverbandes für den Bereich youngcaritas.

Meike Sodemann, Lehrerin an der Gesamtschule, die sich schon seit Jahren in der Willkommenskultur für unsere neuen Mitbürger engagiert, war wieder mit zahlreichen Schülern mitgefahren. Sodemann:" Es ist sehr beeindruckend zu erleben, wie unkompliziert das Miteinander der Menschen mit sehr unterschiedlichem kulturellem und sprachlichem  Hintergrund funktioniert." Sie ergänzt, dass die Aktionen ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Lebenswelt der Menschen aus aller Welt seien - dies könne im gelebten Miteinander viel eindrucksvoller vermittelt werden als im Unterricht im Klassenraum.

Am Rande der Veranstaltung waren Maria Revers, Lisa Brüning und Dieter Homann, Flüchtlingsberater der Caritas, auch mit konkreten Fragen der Flüchtlinge, z. B. zum Nachzug von Familienangehörigen aus Kriegsgebieten angefragt. So wird mit manchen Flüchtlingen  in  den nächsten Tagen in der Beratungsstelle nach Lösungen gesucht.

Häufig wurde von den Teilnehmern am Ende der Veranstaltung gefragt, ob und wann weitere Aktionen geplant seien. Schon jetzt seien verschiedene Feiern im Sommer in Vorbereitung und für den September sei der nächste Ausflug, dann zum Zoo, geplant. Auch werde im Herbst wieder eine Fahrt zum Bundesligaspiel stattfinden. Möglich werden diese Aktionen durch Unterstützung von verschiedenen Stellen. Hier zeigte sich der Caritasverband sehr dankbar bei der Keizer-Stiftung und dem LIONS-Club Nordwestmünsterland, die die Veranstaltungen immer wieder finanziell unterstützen. Auch konnten Fördergelder des Bistums Münster eingesetzt werden. Leider habe sich die Leitung des Ketteler Hofs trotz 250 Teilnehmern bei einer Gruppenermäßigung sehr wenig kooperativ gezeigt, so dass sich der Caritasverband zukünftig nach neuen Zielen umsehen werde.