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Stand: 12.11.2015

Familie und Beratung

Neues Angebot für Menschen mit psychischen Erkrankungen

ABW psychische Erkrankungen

Dort erhalten die Betroffenen eine Begleitung und Unterstützung zu verschiedenen Bereichen des Alltags.

Das neue Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das können Depressionen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen oder andere Beeinträchtigungen der Psyche sein. Unser Ziel ist es, den betroffenen Menschen ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen und zu erhalten. Dadurch können stationäre Aufenthalte vermieden oder verkürzt werden. Wichtig hierbei ist, dass die Person über ausreichende lebenspraktische Fähigkeiten verfügt und ein gewisses Maß an psychischer Stabilität, sodass eine Begleitung im ambulanten Rahmen möglich ist.

Die Hilfen, die wir im Ambulant Betreuten Wohnen anbieten, können so unterschiedlich sein wie die Menschen selbst. Dazu gehören die Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei der Haushaltsführung und Alltagsbewältigung, bei den Behördengängen oder auch bei Arzt- und Klinikkontakten. Weitere Themen können die Freizeitgestaltung und soziale Beziehungen sein. So sind regelmäßige Treffen geplant, wie Spieleabende, gemeinsames Grillen und Frühstücksrunden.

Ansprechpartnerinnen sind Helena Sieniawski und Gerlinde Schnatmann-David. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 02561 4291-40 oder unter www.caritas-ahaus-vreden.de

 

INFO:

Psychische Störungen sind weit verbreitet und führen zu vielfältigen Beeinträchtigungen im beruflichen Leben, im sozialen Umfeld und der gesellschaftlichen Teilhabe. Bei der Studie »Gesundheit in Deutschland aktu­ell 2010« (GEDA 2010) wurde bei 27,6 % eine unterdurchschnittliche psychische Gesundheit und bei 10,5 % eine erhebliche Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit festgestellt.  So weist etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland aufs Jahr gerechnet eine oder mehrere klinisch bedeutsame psychische Störungen auf. Das können Depressionen, Angst, Suchterkrankung oder eine andere psychische Erkrankung sein. Verglichen mit der Erhebung aus dem Jahr 1998 ist das Ausmaß der psychischen Störungen in Deutschland unverändert groß.

Trotz des hohen Leidensdrucks und der großen Menge an Betroffenen ist der Anteil der Menschen, die professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sehr gering. Nur ein Drittel ist wegen der psychischen Erkrankung jemals in medizinischer Behandlung gewesen.