Angebot

Suchtberatungsstelle

Diese Hilfe setzt sich aus folgenden fachlichen Bausteinen zusammen:

  • Allgemeine Beratung und Information über Suchterkrankungen (Alkohol, Medikamente, Spielsucht)
  • Vermittlung in qualifizierte Entgiftung
  • Vermittlung in stationäre Rehabilitation
  • Durchführung der ambulanten Rehabilitation
  • Nachsorge nach stationärer Rehabilitation
  • Zusammenarbeit mit und Vermittlung in Selbsthilfegruppen

Zuständigkeitsbereich

Der Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden e. V. ist für folgende Städte und Gemeinden zuständig:

  • Ahaus mit den dazugehörigen Ortsteilen Wüllen, Wessum, Graes, Alstätte und Ottenstein
  • Vreden
  • Stadtlohn
  • Südlohn und Oeding
  • Heek, Nienborg, Legden, Schöppingen und Eggerode
  • Gronau und Epe

Überschneidungsbereiche im Rahmen der Suchtberatung ergeben sich mit anderen Beratungsstellen in den Städten und Gemeinden Südlohn, Gronau, Epe und Gescher. In den hier aufgeführten Städten und Gemeinden ist das Wahl- und Wunschrecht der Klienten/-innen zu beachten.

Angebote der Suchtberatungsstelle

Beratung

 Abhängigkeit

  • Sie haben versucht, mit Alkohol oder Medikamenten Ihre persönlichen Probleme zu lösen.
  • In vertraulichen Gesprächen klären wir mit Ihnen ab, ob eine Suchtgefährdung bzw. Suchterkrankung vorliegt.
  • Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche medizinischen und therapeutischen Angebote sinnvoll sind.
  • Wir stehen Ihnen zur Verfügung wenn Sie eine stationäre Entwöhnungsbehandlung absolviert haben und diese ambulant absichern wollen. (Nachsorge)

Unser Angebot

Wir...

  • erörtern mit Ihnen Ihre persönlichen Ziele
  • helfen Ihnen bei einer selbstverantwortlichen und zufriedenen Lebensplanung
  • unterstützen Sie bei der Erarbeitung lebenspraktischer und aktiver Verhaltensweisen
  • helfen Ihnen Abstinenz zu erreichen und zufrieden abstinent zu leben
  • stehen Ihnen zur Seite bei Fragen der Wiedereingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft
  • vermitteln in Selbsthilfegruppen vor Ort
  • unterstützen Sie bei der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis

Selbsthilfegruppen

Die Suchtberatungsstelle arbeitet seit Jahren intensiv und erfolgreich mit den Kreuzbund- gruppen vor Ort zusammen.

In den Gruppen treffen sich suchtkranke Menschen und deren Angehörige, die Probleme mit Alkohol oder Medikamenten haben. Menschen, die bereits eine ambulante oder stationäre Therapie gemacht haben, aber auch Menschen ohne Therapieerfahrung.

Ambulant Betreutes Wohnen für abhängigkeitskranke Menschen

 Unser Angebot:

  • Beratung,
  • Anleitung und Unterstützung,
  • Begleitung,

um im Alltag gemeinsam mit Ihnen Lösungsstrategien zur Bewältigung ihrer Schwierigkeiten zu entwickeln, die auf Grund Ihrer Abhängigkeitserkrankung entstanden sind.

Förderung der eigenen Ressourcen des Suchtkranken und Hilfe zur Selbsthilfe sind Ziele des Ambulant Betreuten Wohnens.

Hilfe und Unterstützung bieten wir in den Bereichen

Gesundheit

  • Entwicklung eines Krankheitsverständnisses
  • Krisenbewältigung und Rückfallprophylaxe

Psychosoziale Kontakte

  • Hilfe bei der Einrichtung und Pflege von sozialen Kontakten
  • Kontaktaufnahme zu Familie und Verwandten

Versorgung

  • Anleitung und Unterstützung bei der Haushaltsführung

Wohnen

  • Wohnraumgestaltung
  • Hilfe bei der Wohnraumfindung

Finanzen

  • Klärung der Finanzen, Finanzplan erstellen
  • Vermittlung und Begleitung zur Schuldnerberatung

Strukturierung des Alltags

  • Erstellen eines Tages und Wochenplanes

Berufliche Orientierung und Integration

  • Begleitung und Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zum Arbeitsamt, Fallmanager, Sozialamt, Betrieben etc.

Freizeitgestaltung im sozialen Umfeld

  • Entwicklung von individuellen Freizeitaktivitäten
  • Kontaktaufnahme zu Vereinen, Freizeitgruppen usw.

Wir sind zuständig

  • für Personen, die im Kreis Borken wohnen.
  • für suchtkranke Menschen, die vorübergehend oder für längere Zeit Unterstützung und Hilfe bei der selbständigen Lebensführung bedürfen.
  • Wir sind zuständig für Menschen, die in Ahaus, Vreden, Stadtlohn, Südlohn, Heek, Legden, Schöppingen, Gronau, Epe und Gescher wohnen.

Ambulante Nachsorge

Um den Therapieerfolg nach Beendigung einer stationären Rehabilitation zu unterstützen, ist eine ambulante Nachsorge unbedingt erforderlich. Der Kontakt zur Suchtberatungsstelle sollte erhalten bleiben, um bei aktuellen Belastungssituationen ein klärendes Gespräch führen zu können.

Diese Gespräche werden im Rahmen der Gruppenarbeit angeboten und von therapeutischem Fachpersonal geleitet. Sie umfasst 20 Gruppensitzungen von jeweils 100 Minuten.

Antragstellung und Finanzierung

Die ambulante Nachsorge wird von der stationären Einrichtung beim jeweiligen Rentenversicherungsträger oder der Krankenkasse beantragt.

Ambulante Rehabilitation für Suchtkranke

Sie wird durchgeführt...

  1. ...anstelle einer stationären Therapie
  2. ...als intensive Nachsorge nach einer abgeschlossenen stationären Therapie

Träger der Maßnahme ist die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus und Vreden e.V.

Die Suchtberatung ist von den Rentenversicherungsträgern anerkannt.

Die Kosten für die ambulante Rehabilitation werden von den Rentenversicherungen oder den Krankenkassen übernommen.

Ziele der ambulanten Rehabilitation

  1. Die Stabilisierung der Abstinenzfähigkeit.
  2. Der Erhalt der Erwerbsfähigkeit.
  3. Die Befähigung zur aktiven und zufriedenen Lebensgestaltung.

Angebote

Die therapeutische Arbeit ist tiefenpsychologisch orientiert und findet statt in der Verbindung von Einzeltherapie und/oder Gruppengespräche. Die Gruppen umfassen max. 10 Patienten/Patientinnen und werden von Therapeuten/-innen und Co-Therapeuten/-innen geleitet.

Die therapeutische Arbeit findet unter medizinisch-psychiatrischer Begleitung statt.

Vorraussetzungen

  1. Abhängigkeitserkrankung (Alkohol oder Medikamente)
  2. Abstinenzfähigkeit (Vorbetreuung mit dem Nachweis längerer Abstinenz)
  3. Bereitschaft und Fähigkeit zur aktiven Mitarbeit und regelmäßiger Teilnahme
  4. Gültige Kostenübernahme des zuständigen Rentenversicherungsträgers oder der Krankenkasse

Indikation

Als Erstbehandlung bei relativ kurzem und weniger schwerwiegender Abhängigkeit und weitgehend intaktem sozialen Umfeld.

Als Nachsorge nach Abschluss einer stationären Behandlung zur Stabilisierung der Abstinenz und Entwicklung der Persönlichkeit.

Kontraindikation

...bei Unfähigkeit zu stabiler Abstinenz im ambulanten Rahmen bzw. wiederholter Rückfälle.

...bei bestehender Fremd- und Selbstgefährdung.

...bei akut psychotischer Erkrankung.

Zusammenarbeit und Kooperation

...mit für uns zuständigen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten sowie anderen Beratungsstellen.

...mit den ortsnahen Selbsthilfegruppen hier insbesondere mit dem Kreuzbund.

Therapiezeiten

Einzelgespräch 1x wöchentlich
Gruppengespräch 1x wöchentlich