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Präventionsprojekt:„Alkohol?“ Weniger ist besser!“

Wie können junge Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln sensibilisiert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Präventionsprojekt „Break U25 – Klarer sehen“, das am 23. Juni auf der Jahrestagung der LWL-Koordinationsstelle Sucht in Münster bei einer Poster-Ausstellung ausgestellt wird. Sozialpädagogin Tanja Vormann von der Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes im Dekanat Ahaus-Vreden vertritt das gemeinsame Projekt mit der Diakonie West (Chiara Theuring).
 
Datum:
16. Juni 2026
Von:
Christian Bödding

Die Ausstellung ist Teil der Fachtagung „Normale KonsumKULTUR? Jugend, Rausch und die Kunst der Verantwortung“ und steht im Zusammenhang mit der bundesweiten Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni. Unter dem Motto „Alkohol? Weniger ist besser! Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol“ werden dort innovative und erfolgreiche Praxisbeispiele aus der Sucht- und Jugendhilfe vorgestellt.

„Break U25 – Klarer sehen“ richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren, die Bürgergeld beziehen. Entstanden ist das Projekt auf Initiative des Jobcenters Kreis Borken. Finanziert wird es durch den Kreis Borken und umgesetzt von den Sucht- und Drogenberatungsstellen im Kreisgebiet. Das Besondere: Die Jugendlichen erhalten einen geschützten Raum, in dem sie offen über Fragen rund um Alkohol, Cannabis oder andere Suchtmittel sprechen können. Das Angebot ist kostenlos, anonym und freiwillig. 

Statt mit erhobenem Zeigefinger zu arbeiten, setzt das Projekt auf Information, Austausch und Selbstreflexion. In Einzelgesprächen, Gruppenangeboten und Workshops werden die jungen Menschen dabei unterstützt, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen und Risiken besser einschätzen zu können. Die Fachkräfte gehen dabei bewusst dorthin, wo Jugendliche unterwegs sind. So finden Angebote beispielsweise auch direkt im Berufsorientierungszentrum in Ahaus statt.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zahlreicher Partner im gesamten Kreis Borken. Sucht- und Drogenberatungsstellen, Jobcenter und Maßnahmeträger arbeiten Hand in Hand, um junge Menschen frühzeitig zu erreichen und ihnen passende Unterstützung anzubieten. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche zu stärken und sie dabei zu unterstützen, bewusste Entscheidungen für ihren eigenen Lebensweg zu treffen. Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Offenheit und Gespräche auf Augenhöhe.