Zum Inhalt springen

Caritasverband Ahaus-Vreden ehrt Dienstjubilare:Ein gut eingespieltes Ensemble

In Zeiten, in denen berufliche Lebensläufe oft wie Kurzgeschichten wirken, setzt der Caritasverband Ahaus-Vreden jedes Jahr aufs Neue Zeichen der Beständigkeit. Im Restaurant Verst in Epe ehrte der Verband Mitarbeitende für 25 Jahre Dienst – und einen Kollegen sogar für vier Jahrzehnte Engagement.
In einer Feierstunde im Restaurant Verst in Epe ehrte der Vorstand Mitarbeitende für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Caritasverband Ahaus-Vreden.
Datum:
23. Feb. 2026
Von:
Christian Bödding

Caritas-Vorstand Hans-Peter Merzbach brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: „Heute Abend begehen wir unter mehreren Aspekten ganz besondere Jubiläen.“ Zum ersten Mal blickte ein Ehepaar gemeinsam auf 25 Jahre bei der Caritas zurück: Uwe Bröcker und Edith Rensing-Bröcker. Und dann sei da noch ein Jubilar, der seit 40 Jahren im Verband tätig ist – und seinen Dienst sogar noch bis zum Jahresende verlängert hat: Alfred Bohmert.

Merzbach dankte allen Geehrten für ihren langjährigen Einsatz – in der Eingliederungshilfe, in der Pflege oder in der Verwaltung. „Es ist wirklich ganz bunt gemischt.“ Sein Bild für diese Vielfalt: ein Orchester. „Ein Orchester klingt nur dann gut, wenn alle gut miteinander spielen, aufeinander hören und achten.“ Genauso empfinde er die Arbeit im Verband – wie ein gut eingespieltes Ensemble, in dem jedes Instrument zählt.

Zur Tradition der Jubilarehrung beim Caritasverband gehört auch eine Rose. Kein großes Geschenk – sondern ein Symbol. Die Rose erinnert an die Heilige Elisabeth von Thüringen, die im Mittelalter ihr Leben den Armen widmete. Merzbach erzählte die bekannte Legende: Als Elisabeth mit einem Korb voller Brot zu Bedürftigen unterwegs war und man sie zur Rede stellte, öffnete sie den Korb – und statt Brot lagen darin rote Rosen. Ein Bild, das bis heute für Nächstenliebe und Zugewandtheit steht.

Gerade in herausfordernden Zeiten, etwa während der Corona-Pandemie oder angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges, habe sich gezeigt, was dieser Dienst am Nächsten bedeutet. „Sie erleben täglich die Sorgen, Ängste und Fragen der Menschen“, sagte Merzbach. „Und Sie gehen professionell damit um.“ Dafür sprach er allen Jubilarinnen und Jubilaren ein „ganz dickes herzliches Dankeschön“ aus. 

Ein besonderes Dienstjubiläum feierte Alfred Bohmert, Leiter der Bautechnischen Abteilung. Er blickte in der Feierstunde auf 40 Dienstjahre zurück – den Caritasverband Ahaus-Vreden gibt es seit nun 56 Jahren. „Alfred Bohmert hat die größte Zeit unseres Caritasverbandes miterlebt und baulich mitgeprägt“, sagte Hans-Peter Merzbach in seiner Laudatio. Er erinnerte an Projekte wie die Reithalle in Oeding und neue Einrichtungen für die Eingliederungshilfe. Augenzwinkernd fügte Hans-Peter Merzbach hinzu: Alfred Bohmert ist der Einzige, der fast jede Steckdose im Caritasverband kennt.“ 

Bereichsleiter Uwe Bröcker ehrte die Jubilare im Ressort Pflege – und stand später selbst auch im Mittelpunkt. Er erinnerte an seine Anfänge vor 25 Jahren, in einem kleinen Büro mit Einfachverglasung und 40 Grad im Sommer. An Zeiten, in denen noch handschriftlich dokumentiert wurde. Bröcker wandte sich dann direkt an die Pflegekräfte: „Ihr habt in der Pflege durchgehalten. Ihr dürft stolz auf euch sein.“ Viele hätten über Jahrzehnte Dienst am Menschen geleistet – stationär, ambulant oder in Tagespflegen. „Wir brauchen euch alle ganz dringend“, betonte er mit Blick auf den demografischen Wandel. Mit persönlichen Worten und kleinen Anekdoten würdigte er die einzelnen Jubilare: kreative Köpfe aus den Tagestreffs, Allrounder in Wohngemeinschaften mit dementen Bewohnern, Garanten für Spätdienste, Praxisanleitende, Organisationstalente.

Thomas Berning, Bereichsleiter der Eingliederungshilfe, erinnerte daran, dass der Verband in diesem Jahr auch 40 Jahre Eingliederungshilfe feiert. Das heutige Von-Galen-Haus in Ahaus startete 1986. Auch aus diesem Bereich wurden Jubilare geehrt.

Vorstand Matthias Wittland schließlich ehrte Uwe Bröcker für dessen 25-jährige Tätigkeit im Verband. Als beide vor einem Vierteljahrhundert begannen, sei der Pflegebereich noch überschaubar gewesen. Heute zählen sieben Tagespflegen, acht Sozialstationen und sechs stationäre Einrichtungen dazu – „und das Ende ist noch nicht absehbar“.