Vier Jahre gelebte Inklusion im Brückenprojekt:Eine Reise um die Welt


Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder aus Migrantenfamilien im Vorschulalter, die noch keine Regeleinrichtung besuchen. Gleichzeitig können auch Kinder von Klientinnen und Klienten, die im Haus der Integration eine Beratung wahrnehmen, während der Beratungszeit betreut werden. So schafft das Projekt einen geschützten Raum, in dem Kinder spielerisch lernen, neue Erfahrungen sammeln und erste soziale Kontakte knüpfen können und an eine künftige Betreuung in einer Regeleinrichtung herangeführt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der spielerischen Sprachentwicklung. Durch verschiedene Spiel-, Bastel- und Bewegungsangebote werden die Kinder zum Mitmachen und Kommunizieren eingeladen. Dabei wird berücksichtigt, dass jedes Kind seinen eigenen Bildungs- und Entwicklungsweg hat. Die Betreuung wird deshalb möglichst flexibel und bedarfsorientiert gestaltet. Das offene Konzept ermöglicht den Kindern ein unkompliziertes Kommen und Gehen. Gleichzeitig sorgen feste Anwesenheitszeiten für Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit. Die Eltern werden aktiv in die Angebote einbezogen.
Fest im Karl-Leisner-Haus
Anlässlich des vierjährigen Bestehens organisierte die Leiterin und pädagogische Fachkraft des Projektes, Anna Kupriianova, gemeinsam mit engagierten Eltern ein besonderes Fest im Karl-Leisner-Haus in Ahaus. Unter dem Motto „Eine Reise um die Welt“ konnten die Kinder verschiedene Länder kennenlernen und dabei spielerisch entdecken, wie vielfältig die Welt ist. In Teams aufgeteilt, begaben sich die kleinen „Reisenden“ auf eine spannende Entdeckungstour und mussten insgesamt sechs unterschiedliche Stationen durchlaufen.
In Indien konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Mit viel Begeisterung bastelten sie Armbänder, Ketten und Schlüsselanhänger. Anschließend ging die Reise weiter nach Brasilien. Dort wurden die ersten Schritte des Samba gelernt. Zu lateinamerikanischen Rhythmen wurde getanzt, gelacht und gemeinsam gefeiert.
Auch kulinarisch hatte die Weltreise einiges zu bieten. In der Küche wartete Natalia Gensler auf die kleinen Gäste. Mit Schürzen und Kochhüten ausgestattet, durften die Kinder selbst zu kleinen Pizzabäckern werden und ihre eigenen leckeren Pizzen zubereiten.
In Deutschland wurde es sportlich: Draußen konnten sich die Kinder beim Fußballspielen austoben. Besonders viel Freude bereitete außerdem die Station Ägypten. Hier wartete eine ungewöhnliche Aufgabe auf die Kinder: Sie durften sich gegenseitig beziehungsweise mit Unterstützung der Erwachsenen mit Toilettenpapier einwickeln und verwandelten sich so in lustige „Mumien“.