Heinrich-Albertz-Haus:Landwirtschaft früher und heute

Gemeinsam mit dem Beirat war das Programm schnell entwickelt. Eigene Erfahrungen der Seniorinnen und Senioren sowie das Interesse an der Spezialisierung und Technisierung moderner Landwirtschaft führten zu einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm.
Beim Spiel „Stadt, Land, Dorfleben …“ wurde schnell deutlich, was aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner das Leben auf dem Land ausmacht. Sie erinnerten sich an kleine, vielseitige Selbstversorgerbetriebe, in denen schwere körperliche Arbeit zum Alltag gehörte. Außerdem berichteten sie vom Vereinsleben, von Traditionen sowie von zahlreichen Festen und Feiern, die das Dorfleben prägten.
Der Besuch der jungen Landwirtin Marie Schabbing zeigte eindrucksvoll, wie sich die Landwirtschaft verändert hat. Heute wird in hochgradig digitalisierten Betrieben mit modernen Maschinen gearbeitet. Automatisierung und Spezialisierung ermöglichen hohe Erträge. Anhand von Fotos und mitgebrachten Materialien veranschaulichte Marie Schabbing ihren Arbeitsalltag. Die Seniorinnen und Senioren nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen und diskutierten mit ihr über die Chancen und Herausforderungen der modernen Landwirtschaft.
Eine besondere Attraktion war der von Marie Schabbing mitgebrachte große Traktor. Er begeisterte vor allem die Kinder der Tagesstätte St. Marien, die an diesem Tag zu Besuch im Seniorenheim waren. In einem mobilen Backhaus von Günter Terhaar wurden frisches Brot und Flammkuchen gebacken. Besonders das Rosinenbrot zum Nachmittagskaffee fand großen Anklang.
Christine Benning von den Landfrauen Ammeln informierte in einem Vortrag über ein gesundes und klimafreundliches Frühstück. Dabei stellte sie Produkte mit dem Münsterland-Siegel vor und gestaltete einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Vormittag. Am Nachmittag waren die Bewohnerinnen und Bewohner auf ihren Hof eingeladen. Dort konnten sie den Garten besichtigen, während einige Mitarbeitende selbst versuchten, Spargel zu stechen. Bei selbst gebackenem Kuchen und einer Tasse Kaffee entwickelte sich ein reger Austausch. Filme über das traditionelle Hausschlachten und die Herstellung von Butter rundeten das Programm ebenso ab wie das gemeinsame Kochen von Marmelade.