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Caritasverband Ahaus-Vreden übernimmt „Essen auf Rädern“ in Legden und Asbeck:Mehr Auswahl für jeden Geschmack

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Alltag leichter machen. Ein warmes Mittagessen zum Beispiel, das nicht geplant, eingekauft oder gekocht werden muss – sondern einfach pünktlich gebracht wird. Für etliche Menschen in Legden und Asbeck gehört genau das längst zur täglichen Routine. Und für andere könnte es eine neue, praktische Option werden. Zum 1. März 2026 übernimmt der Caritasverband Ahaus-Vreden das Angebot „Essen auf Rädern“ in Legden und Asbeck und führt den Service vor Ort in neuer Verantwortung weiter.
Gebratene Hähnchenkeule mit Nudelsalat - nur eines von vielen Gerichten, die auf der Speisekarte beim Essen auf Rädern in Legden stehen.
Datum:
26. Feb. 2026
Von:
Christian Bödding
Bereichsleiter Uwe Bröcker hat das neue Menüsystem getestet.

Bislang wurden die Mahlzeiten vom Altenwohnhaus St. Josef geliefert. Rund 70 Kundinnen und Kunden aus Legden und Asbeck nutzen den Service bereits und wurden frühzeitig über den Wechsel informiert. Der Hintergrund ist ein konzeptioneller Wandel: Das Altenwohnhaus stellt auf Hausgemeinschaften um, in denen künftig gemeinsam gekocht wird. Die Versorgung in den eigenen vier Wänden übernimmt nun die Caritas – mit einem Konzept, das nicht nur fortführt, sondern weiterdenkt.

Bereichsleiter Uwe Bröcker vom Caritasverband Ahaus-Vreden erklärt: „Essen auf Rädern ist längst kein Nischenangebot mehr. Viele verbinden damit immer noch hochbetagte Menschen, die nicht mehr einkaufen oder kochen können. Aber dieses Bild greift zu kurz.“ Besonders wichtig ist dem Caritasverband der Blick über die klassische Zielgruppe hinaus. 

Auch für jüngere Zielgruppen

„Wir möchten ausdrücklich auch jüngere Zielgruppen ansprechen“, sagt Uwe Bröcker. Menschen, die beruflich stark eingebunden sind, keine Zeit zum Kochen haben oder mittags Wert auf eine ausgewogene, warme Mahlzeit legen. Das kann ein Bauhof-Mitarbeiter ebenso sein wie eine Berufsschullehrerin. Auch Firmen, Großkunden oder Sammelbestellungen sind willkommen. Die Kapazitäten sind entsprechend ausgelegt. „Wir können locker über 100 Kundinnen und Kunden versorgen“, so Bröcker. Insgesamt sechs Mitarbeitende werden sich um den reibungslosen Ablauf von Essen auf Rädern in Legden und Asbeck kümmern.
Für die Kundinnen und Kunden bringt der Start im März Neuerungen mit sich. Die wohl wichtigste: deutlich mehr Auswahl. Statt bisher zwei Menüs stehen künftig neun verschiedene Gerichte pro Werktag zur Verfügung, am Wochenende kann aus fünf Menüs gewählt werden. Der Speiseplan gilt für jeweils zwei Wochen im Voraus, bestellt wird flexibel und übersichtlich.

„Das ist wirklich etwas Besonderes“, betont Uwe Bröcker. „Wir starten hier mit einem komplett neuen Menüsystem.“ Leichte Küche oder herzhaft, vegetarisch oder klassisch, dazu Salatgerichte – das Angebot richtet sich bewusst an ein breites Publikum. Wer im Sommer lieber etwas Leichtes möchte oder einfach nicht jeden Freitag Erbseneintopf essen will, findet nun echte Alternativen.
Zubereitet werden die Mahlzeiten von A&K Die Frische Küche aus Recklinghausen. In der Woche liefert das Unternehmen täglich das Essen zur Caritas an der Hauptstraße 22 in Legden. Dort beginnt ein sorgfältig getakteter Ablauf. Damit alles reibungslos funktioniert, wurde eigens ein Raum umgebaut. Neue Wasser- und Stromanschlüsse, moderne Kühl- und Wärmetechnik – alles in enger Abstimmung mit der Lebensmittelbehörde des Kreises Borken. „Der Raum ist komplett neu aufgelegt“, erklärt Uwe Bröcker. A&K erhält Zugang, um die gekühlten Speisen bereits in den frühen Morgenstunden anzuliefern. Die Gerichte kommen direkt in die Kühlschränke und bleiben dort sicher temperiert.

Zuverlässige Lieferung

Gegen 8.45 Uhr beginnt dann der eigentliche Arbeitstag vor Ort. Die Mahlzeiten werden in spezielle Wärmegeräte gestellt und benötigen rund 50 Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Anschließend werden sie kommissioniert, in Warmhaltekisten gelegt und in die Fahrzeuge verladen. Eine zusätzliche Heizung in den Transportboxen sorgt dafür, dass das Essen auch unterwegs warm bleibt. Bei den Kundinnen und Kunden wird der Teller in die eigene Isolierbox gestellt, die zu Hause bleibt – dort hält das Essen bis zu zwei Stunden seine Wärme.

Die Lieferung erfolgt weiterhin zuverlässig bis an die Haustür, die Abläufe sind ähnlich wie zuvor. Kleinere Änderungen gibt es dennoch: Statt Suppe erhalten die Kundinnen und Kunden nun direkt ein Hauptgericht, ergänzt durch die neue Menüstruktur. Auch das Bestellwesen passt sich an die größere Auswahl an. Die Isolierbox verbleibt künftig dauerhaft im Haushalt und wird nicht mehr zurückgegeben. Und wie schmeckt das Essen? Uwe Bröcker muss nicht lange überlegen. „Ich habe schon Probe gegessen – super, wirklich spitze.“ Selbst kritische Genießer seien überzeugt gewesen. 

Auch die moderne Tellertechnik trägt dazu bei. Keine klassischen Krankenhaus-Fächer mehr, kein mühsames Vermengen von Soße und Beilage. Stattdessen ein durchdachtes System, bei dem sich die einzelnen Komponenten beim Öffnen des Tellers leicht verbinden. Praktisch, alltagstauglich – und vor allem appetitlich. Für die bisherigen Kundinnen und Kunden bleibt also vieles vertraut. Neue Interessierte können jederzeit hinzukommen. Für alle gilt: Mittags einfach den Deckel öffnen – und genießen.

Kontakt: Ansprechpartnerin vor Ort ist Claudia Fleige, Leiterin der Caritas Ambulanten Pflege an der Hauptstraße 22 in Legden. Sie koordiniert das Angebot und steht für Rückfragen zur Verfügung. Die Preise für Essen auf Rädern sind gestaffelt und abhängig vom jeweiligen Menü. Bestelltelefon: 02566/70394-44 (Rufzeiten von 9 bis 10.30 Uhr).