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Improvisationsgruppen im Caritas-Seniorenheim St. Friedrich:Musikprojekt ECI – Everyone can improvise

„Everyone can improvise“ – so heißt ein Erasmus-Plus-Projekt der Kunst- und Musikhochschulen in Graz, Hannover, Lübeck und Zagreb. Es geht um musikalische Improvisation für alle – da ist der Name Programm. Im Rahmen des Projektes werden Musiker und Musiklehrer aus- und weitergebildet. In Praxisgruppen überall im Projektgebiet wird mit Musik experimentiert und gespielt.
Improvisationsgruppen gibt es auch im Caritas-Seniorenheim St. Friedrich in Wessum.
Datum:
2. Juni 2026
Von:
pd

Drei Musiklehrer der Musikschule Ahaus haben im vergangenen Jahr das Aufnahmeverfahren erfolgreich durchlaufen und sind seit Oktober 2025 Studierende im Weiterbildungsstudium „Improvisationspädagogik“. Zum Studium gehören theoretische Anteile in regelmäßigen internationalen Online-Seminaren, viele praxisnahe Wochenend-Workshops in Lübeck, Hannover und Graz und die wöchentliche reflektierte Erprobung in Praxisgruppen vor Ort.
Die drei Musiklehrer der Musikschule Ahaus setzen das Gelernte im Unterrichts- und Musikschulalltag um. Das seit einigen Monaten bestehende offene Format „Meet for Music“ ist ein gutes Beispiel dafür.
Ganz besonders aber – auch im Rahmen des europäischen Gesamtprojektes – sind zwei Improvisationsgruppen im Alten- und Seniorenheim St. Friedrich in Ahaus-Wessum. Während die meisten ECI-Gruppen europaweit in Kindertagesstätten, Schulen oder in Form von Musikschulensembles mit Instrumentalschülern stattfinden, ermöglichen die angehenden Improvisationspädagogen der Musikschule Ahaus den Bewohnern von zwei Wohngruppen Erfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten im Rahmen von Gruppenimprovisationen.
„Wir sind sehr froh, mit dem Altenheim St. Friedrich einen so engagierten Kooperationspartner gefunden zu haben“, so Musikschulleiter Josef Gebker. „Wir werden in der musikalischen Arbeit sehr unterstützt – zum Wohle all der Bewohner, die an unserem Angebot teilnehmen.“
Jede Woche gibt es neue Impulse, neue Möglichkeiten, Instrumente auszuprobieren und mit ihnen Musik zu machen, bei der nicht „richtige“ Töne, Virtuosität oder „Werktreue“ im Mittelpunkt stehen, sondern lebendige Kommunikation, Einfallsreichtum, Mut zur eigenen Idee, das Aufeinander-Hören und Aufeinander-Reagieren, das Miteinander-Erleben.
„Es erstaunt uns immer wieder, wie glücklich die Teilnehmerinnen nach der Musikgruppe sind“, so Sonja Lappe vom Sozialen Dienst. Beide Partner hoffen, dass sie auch für die Realisierung von weiterführenden Projekten Finanzierungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Unterstützung finden werden.