Fortbildungstag für Leitungskräfte:Umgang mit extremistischen Positionen

Zu Beginn positionierten sich die Teilnehmenden im Raum – zwischen den Polen „diskriminierend“ und „nicht diskriminierend“. Schnell wurde deutlich: Ein und dieselbe Aussage kann ganz unterschiedlich wahrgenommen werden. Und dennoch ist es möglich, im Gespräch zu bleiben.
Moderiert wurde der Seminartag von Dr. Boris Krause, Referent für Theologie und Ethik beim Caritasverband für die Diözese Münster. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Auseinandersetzung mit Inhalten, sondern vor allem die Haltung, mit der Diskussionen geführt werden. Daraus ergaben sich wichtige Leitlinien für den Dialog: nicht vorschnell moralisieren, nicht sofort bewerten – sondern zunächst verstehen wollen.
Begriffe wie Achtung, Offenheit und Neugier bildeten dabei die Grundlage für den weiteren Austausch. In praxisnaher Fallarbeit wurden unterschiedliche Formen von Extremismus sowie konkrete Strategien im Umgang damit thematisiert. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden eine Orientierungshilfe für den Umgang mit (rechts)extremen und (rechts)populistischen Akteuren – als Unterstützung für ihren beruflichen Alltag.